Das Eichhörnchen – Mittler zwischen den Welten

Vielleicht hast du dich gefragt, warum wir als Symbol für unseren Losnächte-Kurs ein Eichhörnchen gewählt haben? Das hat natürlich seinen Hintergrund. Hier erfährst du das Geheimnis dieses flinken Nagetiers …

Nagezahn

In der nordischen Mythologie treffen wir das Eichhörnchen Ratatöskr, „Nagezahn“, auf dem Weltenbaum Yggdrasil an. Hurtig klettert es zwischen den luftigen Höhen des Wipfels und den unterirdischen Tiefen der Wurzel auf und ab, um die gehässigen Botschaften des Adlers an den Drachen zu überbringen und umgekehrt. Dabei ist es ununterbrochen in Bewegung. Wegen seiner Geschwindigkeit und seinen überraschenden Sprüngen wurde es auch mit einem Blitz verglichen. Die rote Farbe seines Fells trug dazu bei, es mit dem Element Feuer in Verbindung zu bringen.

Dieser flinke Baumbewohner ernährt sich von allem, was Wald und Flur so hergeben: Beeren, Nüsse, Samen, Knospen, Rinde, Blüten, Pilze, Obst, Würmer, Vogeleier, Larven und Schnecken. Ein wahrer Allesfresser – und ein geschickter noch dazu: im Nu knacken sie Nussschalen mit den scharfen Schneidezähnen, in der typischen Pose, die Frucht zwischen den beiden Vorderpfoten. Typisch auch die Vorratshaltung, die sie sich für den Winter anlegen, indem sie Nahrung unter Wurzeln im Erdreich vergraben. Ein weiteres markantes Merkmal ist der buschige Schwanz, der ihm in der Antike den Namen „Schattenschwanz“ einbrachte, da man glaubte, es könne sich auf diese Weise immerzu selbst Schatten spenden.

So manche Nuss zu knacken

Diese Eigenschaften brachten dem Eichhörnchen im Mittelalter ein schlechten Ruf ein. Man assoziierte sie mit den Lastern des Geizes und der Habgier. Doch das Knacken der Nuss galt auch als Metapher für die Suche nach Weisheit. Wie viele Nüsse müssen wir im Laufe unseres Lebens knacken, um Wissen zu erlangen?

Nüsse gelten in vielen Kulturen als Früchte der Weisheit. In der keltischen Mythologie sind es vor allen Dingen die Haselnüsse, die magische Kräfte besitzen. Das Eichhörnchen sammelt die Nüsse und hortet sie. Genauso sammeln auch wir Menschen im Laufe unseres Lebens Erfahrungen. Anfänglich sind diese Erfahrungen noch ungeordnet, wie Puzzlestücke. Je weiter wir aber im Leben voranschreiten, setzt sich dieses Puzzle zu einem sinnvollen Ganzen zusammen. Wichtig ist, nicht aufzuhören, immer in Bewegung zu bleiben. Im Eichhörnchen versinnbildlicht sich die Suche nach dem Kern alles Seins, dem Wesenskerns der Dinge.

Der gute Geist des Waldes

Das Eichhörnchen gilt auch als der Geist des Waldes. Im Märchen „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff begegnet dem Kohlenmunkpeter das Glasmännlein, das sich nur Sonntagskindern zeigt, in Gestalt eines Eichhörnchens. Sein anderer Name ist Schatzhauser, denn man sagt ihm nach, dass er unglaubliche Schätze in den Tiefen des Waldes verberge. Doch der wahre Schatz ist seine Weisheit. Der Held des Märchens hat drei Wünsche frei und wünscht sich lauter Dinge, die nur darauf abzielen, andere an Ansehen und Reichtum zu übertreffen. Das Glasmännlein schimpft ihn zwar wegen seiner Torheit, doch er gewährt ihm diese Wünsche, wohl wissend, dass Peter auf seiner Lebensreise seine ganz eigene Erfahrungen machen muss. Erst am Ende ist der Held bereit, nach dem er die Folgen seiner Fehler erkannt und bereut hat, die Wahrheit zu erkennen und den Schatz der Weisheit zu heben.

Immer in Bewegung

Das Eichhörnchen ist ein Botschafter zwischen Welten und ist immerzu in Bewegung. Weil es ununterbrochen zwischen den Welten wandelt, sammelt es aus allen Sphären Erkenntnisse. Es hilft uns, die bittere Schale so mancher Erfahrungsnuss zu knacken, um darin den süßen Kern der Weisheit zu entdecken. Auf unserer Lebensreise versorgen uns diese Kerne mit geistiger Nahrung. Manche Erlebnisse und Begegnungen sind auf den ersten Blick schwierig für uns zu ertragen. Doch wen wir nicht stehenbleiben, sondern Schritt für Schritt unseren Wg durch Höhen und Tiefen fortsetzen, können wir den Sinn mancher vergangenen Erfahrungen erkennen. Was uns im Augenblick des Erlebens ungerecht und katastrophal erschien, kann im Lichte späterer Erkenntnisse der Keim unserer Lebensweisheit werden.

Das Eichhörnchen ermuntert uns, unsere Lebensreise als Weg zu sehen, der uns mit jedem Schritt weiser werden lässt. In unserem Leben werden wir viele verschiedene Erfahrungen sammeln. Es geht nicht darum, diese in gute und schlechte zu unterteilen, sondern jede Erfahrung als Chance zu verstehen, lebensklüger zu werden. Gerade wenn unliebsame Konsequenzen aus eigenen Entscheidungen folgen, sollten wir diese Fehler als willkommene Gelegenheiten sehen, uns selbst zu verbessern, und nicht als Grund, zaghaft zu werden und sich dem Leben zu entziehen. Das Rad des Lebens lässt sich ohnehin nicht anhalten. Das Eichhörnchen ermuntert uns daher, jeden Tag unsere Lebensreise mutig fortzusetzen und in Bewegung zu bleiben.

In unserem Losnächte-Kurs wirst du daher von dem Eichhörnchen begleitet. Es steht dir zur Seite, wenn du dich auf den Weg machst die Geheimnisse dieser sechs Nächte der Vorweihnachtszeit zu ergründen.

Mehr Informationen zum Losnächte-Online-Erlebniskurs findest du unter: Losnächte

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