Imbolc – das Fest des Lichtes

Vorbemerkung zum keltischen Kalender

Das, was wir heute unter einem keltischen Kalender verstehen, geht vor allen Dingen auf die Überlieferung vier jahreszeitlich orientierter Termine im altirischen Jahreskreis zurück. Eine Ableitung für die gesamte keltische Kultur ist, um es vorsichtig auszudrücken, nicht gesichert. Wie wissen auch nicht, welche Bedeutung die markanten Stationen der Sonne, die beiden Sonnenwenden und die beiden Tagundnachtgleichen, wirklich bei den Kelten hatten (geschweige denn, dass wir mit Sicherheit sagen können, wer diese Kelten im Grunde waren). Bei allem, was wir wissen, können wir aber davon ausgehen, dass die keltische Kultur einen Kalender besaß, bei dem die astronomischen Punkte des Sonnenlaufs ebenso eine Rolle gespielt haben wie die Phasen des Mondes. Gerade die vier zwischen den Stationen der Sonne gelegenen altirischen Feste werfen Fragen auf.

Warum liegen sie genau an diesen Terminen? Imbolc um den 1. Februar, Beltaine um den 1. Mai. Lugnasadh um den 1. August und Samhain um den 1. November.

Imbolc – das Fest der Reinigung und des Lichtes

Besonders markant ist die Teilung des Jahreskreises in eine helle und eine dunkle Hälfte. Der Beginn der dunklen Hälfte (und damit der Beginn des Jahres überhaupt) liegt um den heutigen 1. November. Die Nacht auf dieses Datum wird Samhain genannt. Diesem Fest liegt die Zeit um den 1. Mai gegenüber, dem Fest von Beltaine, mit dem die helle Hälfte des Jahres beginnt. Beide Feste haben sich bis in die heutige Zeit erhalten, auch wenn die Bräuche, die in einigen Regionen Europas noch heute begangen werden, nur noch ein schwaches Echo der einstigen Bedeutung dieser heiligen Zeiten sind. In der Walpurgisnacht lebt Beltaine weiter und in Halloween das Samhainfest. Beide Feste haben noch heute gemeinsam, dass sie die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits thematisieren, zwischen der Welt der Menschen und der Anderswelt. In der Walpurgisnacht wie an Halloween dreht sich alles um die Wesen dieser Anderswelt, die  als Geister und Dämonen die Welt der Menschen heimsuchen. Untote und Hexen sind natürlich nur eine Verballhornung der eigentlichen Bewohner der Anderswelt, die in Irland als Feen oder Elfen gesehen werden.

Neuanfang und Reinigung vom Ballast der dunklen Zeit

Neben diesen beiden Festen, die wie Angelpunkte zwischen Licht und Dunkelheit gesehen werden können, gibt es etwa drei Monate nach diesen Terminen jeweils ein weiteres wichtiges Datum: um den 1. Februar das Imbolcfest und um den 1. August das Lugnasahfest.

Sie bilden gewissermaßen die kalendarische Mitte zwischen den beiden Wendepunkten.

Wenn man den Namen „Imbolc“ von *imb-fholc herleitet, was so viel wie „Rundum-Waschung“ bedeuten soll, geht es bei diesem Fest vornehmlich um Reinigung, wahrscheinlich nicht nur in einem tatsächlichen Sinne als Frühjahrsputz, sondern auch in einem spirituellen. Da in diesen Tagen trotz der Kälte des Winters die Hoffnung auf den Frühling erstarkt, die ersten Sendboten des wieder aufkeimenden Lebens sich zeigen, zum Beispiel Schneeglöckchen, machen wir uns bereit für den Neuanfang. Wir reinigen uns vom Ballast der dunklen Zeit.

Die Feuergöttin Brigid

Vermutlich war das Imbolcfest der irischen Göttin heilig: Brigid. Ihr Name wird als „die Helle, Strahlende“ gedeutet und sie gehört in die Reihe der großen keltischen Göttinnen. Sie ist nicht nur die Göttin der Dichtkunst, sondern auch die Schutzpatronin der Gesetzgebung, der Heilkunst, der Fruchtbarkeit und nicht zuletzt der Schmiede. Wie viele keltische Göttinnen tritt sie gerne in Gestalt dreier Schwestern auf. So stark war ihre Bedeutung für die Bevölkerung, dass ihr Andenken mit der wohl berühmtesten irischen Heiligen verschmolz, der heiligen Brigida von Kildare, die nicht nur den Namen der Göttin trägt, sondern auch viele magischen Eigenschaften der Brigid auf sich vereinigt. Es ist heute schwer, Mythos der Brigid und Legende der Brigida zu trennen. Das berühmte Brigidakreuz mit seinen an ein Sonnenkreuz erinnernden vier Armen wird aus Rohr geflochten und steht symbolisch für diesen Tag. Neben seiner christlichen Symbolik erinnert es an die vier Feste des irischen Kalenders – und die Bewegung des Sonnenlaufes. Selbst hier mischen sich also heidnische und christliche Überlieferungen unauflöslich miteinander

Auch die Vermischung der Ideen von Imbolc mit dem christlichen Lichtmess in der Nacht auf den 2. Februar geschieht vor diesem Hintergrund. Das Thema Licht und Reinigung taucht in den Bräuchen rund um diesen marianischen Feiertag immer wieder auf. In den Kirchen werden Kerzen geweiht und in einigen Gegenden trägt man das Lichtmessfeuer von Haus zu Haus und entfacht mit ihm das Herdfeuer von Neuem. Vielerorts statten Bauern ihren Obstbäumen am Lichtmesstag einen Besuch ab, rütteln an ihren Zweigen, um sie aufzuwecken. Zudem gilt die Nacht auf Imbolc und auch die auf Lichtmess als eine Losnacht, also geeignet um Orakel zu werfen und in die Zukunft zu blicken.


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