Der Gott mit den zwei Gesichtern

Zu allen Zeiten hatte die Nacht des Jahreswechsels eine besondere Bedeutung, ist sie doch die Nacht in der das Alte stirbt und das Neue geboren wird. In jener Nacht überschreiten wir die Schwelle ins neue Jahr, in dem uns neue Chancen und Möglichkeiten erwarten.

Wie der doppelgesichtige Gott Janus blicken wir auf Vergangenes zurück, während wir schon die Zukunft begrüßen.

Janus – der Vater aller Dinge

Die Neujahrsnacht und der darauffolgende Januar sind eng mit dem römischen Gott verbunden. Ist doch der Januar nicht nur nach ihm benannt, sondern wurde ihm auch geweiht. Allegorisch stellt er den Winter dar, obwohl er ursprünglich eher als Licht – und Sonnengott bekannt war.

Für die Römer galt Janus als der älteste der Götter überhaupt. Sein doppelter Kopf richtet sich sowohl nach vorne als auch nach hinten. Aus diesem Grund tritt er als Symbol der Gegensätzlichkeit auf. Die Janusköpfigkeit ist ein häufig gebrauchter Begriff um etwas als zwiespältig zu beschreiben.

Tatsächlich  verkörpert der doppelköpfige Janus die Dualität der Welt, wie etwa die Pole von Schöpfung und Zerstörung, Leben und Tod, Hell und Dunkel, Rechts und Links oder Anfang und Ende. So wurde Janus zum Gott des Ursprungs, zum „Janus Pater“, dem Vater aller Dinge in dem sich Anfang und Ende vereinen. Der Beiname „Pater“ beschreibt dabei seine Rolle als erster Gott und Vater aller Götter.

Der Gott des Übergangs

Und weil zwischen diesen beiden Polen ein Übergang gedacht sein muss, ist er auch der Gott der Schwelle, mithin der Türschwellen, dann der Türen und Tore, der Ein – und Ausgänge überhaupt.

In seiner rechten Hand trägt er den Stab als Zeichen der Herrschaft, während er auf vielen Abbildungen mit einem oder mehreren Schlüsseln in seiner linken Hand zu sehen ist. Sie sind das Symbol für seine Funktion als Wächter über alle weltlichen und über die Pforten des Himmels. In der Mythologie kommt ihm außerdem das Auf- und Zuschließen von Land, Meer und Wolken zu. In seinen Aufgaben als Tor- und Schwellenwächter und Mittler zwischen den Welten der Götter und der Menschen erinnert er an die griechische Göttin Hekate. Beide vertreten den Aspekt der Übergänge.

In vielen Zeremonien wurde Janus um die richtige Entscheidung gebeten oder für Unternehmungen angerufen, die den Sprung in Unbekanntes und Neues verlangten. Und wer weiß, vielleicht hilft Janus uns auch heute noch an der Schwelle zum neuen Jahr über unsere Unsicherheit hinweg, welchen Weg wir künftig einschlagen wollen …

In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern des Geheimnisblogs einen guten Übergang in das Neue Jahr!

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