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Chinesisches Neujahr: Das Jahr des Hasen

Gestern Abend, am 21. Januar 2023 um 21:53 Uhr, pünktlich zum Neumond, hat in China das Neue Jahr begonnen. Sicher ist bekannt, dass die chinesische Astrologie wie die westliche zwölf Zeichen kennt, doch im Gegensatz zu unseren Tierkreiszeichen, die sich von den Sternbildern ableiten, durch die Sonne im Laufe ihres jährlichen Weges durchwandert, haben die chinesischen Zeichen einen völlig anderen Hintergrund. Sie scheinen sich eher von dem annähernd 12-jährigen Zyklus des Planeten Jupiter abzuleiten. Daher wechselt das Zeichen der chinesischen Astrologie nicht wie bei uns monatlich, sondern jährlich. Jedes Jahr am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende ist es soweit: der Übergang von einem in das andere Tierzeichen wird vollzogen.

Nun verlassen wir das Jahr des Tigers und treten in das Jahr des Hasen ein …

Botschaft: „Die größte Quelle der Kraft ruht in dir.“

Nach den Unruhen und Wirrnissen des Tiger-Jahres haben wir uns das Jahr des Hasen wohl verdient: jetzt geht es wieder ruhiger und beschaulicher zu und wir haben mehr Zeit, uns um uns selbst zu kümmern. Tatsächlich wendet das Jahr des Hasen unsere Aufmerksamkeit wieder nach innen. Haben wir uns in den Jahren davor verausgabt, können wir nun getrost Innenschau pflegen und uns um unsere inneren Bedürfnisse kümmern.

Entsprechend wenig ist in materieller Hinsicht zu holen. Gut, wenn man in den Jahren davor Vorsorge betrieben hat, denn dann kann man von den Früchten der Anstrengungen im Hase-Jahr zehren.  Wer aber mit leeren Händen in das Hase-Jahr geht, der wird es auch mit leeren Händen wieder verlassen: alle Bemühungen um ein existenzielles Fortkommen scheitern mehr oder minder an der lethargischen Stimmung, dieses Jahr prägt. Wer also die Hände in den Schoß in legen kann, darf dies mit ruhigem Gewissen tun – wenn Luxus und Genuss eine Chance haben, dann im Jahr des Hasen.

Darin liegt natürlich auch die Gefahr: Zwar gönnt uns der Hase eine Pause, um uns um uns selbst zu kümmern und es uns einfach mal gut gehen zu lassen, doch stellt er keinen Freibrief für Genussüchtige aus. Schon so mancher hat sich von der Gelassenheit und der Gemächlichkeit des Hasen-Jahrs verleiten lassen, Pflichten zu vernachlässigen. Das kann am Ende des Jahres ein böses Erwachen geben – denn dort, wo wir Verantwortung tragen, schont uns der Hase zwar, aber entbindet uns nicht davon, die Konsequenzen zu tragen, wenn wir es allzu lax auf die leichte Schulter nehmen. Vielmehr sollten wir uns bemühen, unsere Schäfchen im Trockenen zu halten und ansonsten entspannt die Annehmlichkeiten in Empfang nehmen, die dieses Jahr zu bieten hat.

Es wäre allerdings schade, wenn wir das Hasen-Jahr auf den Aspekt der Entspannung und des Genusses zu reduzieren, denn die große Chance liegt im eigentlichen Sinne auf einer ganz anderen Ebene: ohne Stress und ohne Hektik können wir uns auf uns selbst besinnen und mehr über uns selbst erfahren. Das Geschenk des Hasen besteht in der Möglichkeit der Innenschau, und dieser Blick in das Innere ist eigentlich nichts anderes als die notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Jahre nach dem Hasen. Wir erfahren mehr über das, was uns wirklich wichtig ist und wofür wir uns wirklich gerne im Leben einsetzen wollen. Neue Ideen und Fantasien über unsere Rolle in der Welt können jetzt entstehen, die wir zwar nicht zwingend in die Tat umsetzen müssen, die aber in uns eine neue Vision unserer selbst wecken können.

Wer dieses Geschenk dankend annimmt, wird das Jahr des Hasen als eine wichtige Bereicherung erleben mit neuen Erkenntnissen über sich selbst, aus denen wir wieder neue Motivation schöpfen werden für das, was noch kommen mag. Nicht Luxus und Faulheit machen dieses Geschenk aus, sondern die Erfahrung, dass in der  Ruhe die Kraft für künftige Taten liegt. Der Hase zeigt uns, wie wir  diese Kraft als nicht versiegende Quelle in uns entdecken können –  wenn wir die Gelegenheit dazu nutzen, den Blick nach innen zu richten.

Christopher erzählt über das Jahr des Wasser-Hasen 2023

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